Hallo zusammen,
zwar bin ich nur ein "demnächst-Inster-Besitzer", aber ich fuhr zuvor zwei Jahre lang Dacia Spring.
Als Industrieelektriker habe ich schon vor 25 Jahren eine 5x 2,5qmm Leitung in die Waschküche verlegt und drei dauerlastfähige Steckdosen (eine pro Phase) angebracht. Die Hauselektrik ist mit 63A Schmelzeinsätzen, FI und 20A Automaten für die Waschküche, ansonsten 16A Automaten, abgesichert.
Mit einem alten ausrangierten Stromzähler habe ich die Energiemenge vor der Steckdose immer mitgemessen und anfangs, als ich auch voller Befürchtungen hinsichtlich der Verluste war, ab und zu mit der Energiemenge verglichen, die sich anschließend in der Batterie befand. Die kleine preiswerte Nuckelpinne hatte keine Akkutemperierung und sicher nur die billigstmögliche Ladeelektronik.
Ergebnis: Kann man machen, wenn die Installation gut ist.
- der Ziegel selbst bleibt fast eiskalt, macht also keine nennenswerten Verluste
- die Steckdose blieb kalt, das Kabel auch und die Verteilerdosen auch (mit Infrarotthermometer überprüft)
- eine antike Klöckner-Möller-Feuchtraumdose (noch mit Schraubklemmen) bei meinen Eltern wurde auch nicht heiß
- die Standbyverluste des Fahrzeugs beim Laden waren sehr weit entfernt von den oft kolportierten 250W
- für 20kWh im Akku (entsprach ca. 10 bis 80%) brauchte ich 21 kWh laut Stromzähler, also 5% Verlust. Ladezeit ca. 8 3/4 Stunden.
- die Verluste gehen anscheinend weitgehend auf das Konto des AC-Ladegeräts im Auto, also des Gleichrichters.
- die Akkugesundheit nach 30.000 km mit der beschriebenen Lademethode war über 95%
Etwas offtopic hier noch der Grund, warum ich keine Wallbox installierte:
Ich dachte die ganzen zwei Jahre, daß es sicher ganz bald brauchbare und bezahlbare DC-Heimlade-Geräte gäbe, die -über die kleinere und nicht beim Netzbetreiber anzumeldende Drehstromsteckdose- aus 3x16A in Dreieckschaltung (400V) insgesamt 19,2 kW zögen. Aber die Zubehörindustrie hat mich diesbezüglich enttäuscht. Das billigste DC-Heimladegerät kostet gerade 4.499 €.